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FAQ

Häufige Fragen zum DGE-Ernährungskreis.

Ist Ihnen noch etwas unklar?

Häufig gestellte Fragen zum DGE-Ernährungskreis haben wir hier für Sie zusammengestellt. Wenn Sie Ihre Frage auf dieser Seite nicht finden, schicken Sie uns bitte eine E-Mail (ernaehrungskreis@dge.de).

Die einzelnen Lebensmittel im DGE-Ernährungskreis stehen stellvertretend für alle Lebensmittel, die zum jeweiligen Segment gehören. Bei der Auswahl wurden zum einen die gängigen Verzehrgewohnheiten der deutschen Bevölkerung und zum anderem der Gehalt an wertgebenden Inhaltsstoffen der Lebensmittel berücksichtigt. Der Kreis zeigt übliche Lebensmittel in unverarbeiteter Form. Das lässt viel Spielraum für die individuelle Zubereitung und Gestaltung der Mahlzeiten. Der DGE-Ernährungskreis ist der Wegweiser zur Optimalform und nicht Abbildung von Verzehrgewohnheiten. 

Bei der Analyse individueller Ernährungsgewohnheiten müssen zusammengesetzte Lebensmittel in die Einzelkomponenten zerlegt und den entsprechenden Segmenten zugeordnet werden.

Der DGE-Ernährungskreis ist Wegweiser für eine vollwertige Lebensmittelauswahl und kein Abbild von Ernährungsgewohnheiten. Weniger empfehlenswerte Lebensmittel, d. h. Lebensmittel mit geringer Nährstoffdichte wie Süßigkeiten und Knabberartikel, sind nicht berücksichtigt. Dies gilt ebenso für alkoholische Getränke und Limonaden. Das bedeutet aber nicht, dass weniger empfehlenswerte Lebensmittel verboten sind. Meist enthalten diese Lebensmittel viel Fett und Zucker. Doch solange die Energie- und Nährstoffbilanzen stimmen, wird der bewusste Genuss dieser Lebensmittel toleriert.

Wer allerdings reichlich und häufig bei Süßigkeiten, Kuchen etc. zugreift, verdrängt meist wichtige Lebensmittel wie Milch, Obst oder Vollkornbrot vom Speisenplan und isst davon weniger. Das heißt, die restlichen Lebensmittel müssen also „nährstoffdichter“ sein, um den Verdrängungseffekt zu kompensieren. Die weniger empfehlenswerten Lebensmittel beeinflussen also die Auswahl aus allen Segmenten des Ernährungskreises.

Der Kreis gilt für gesunde Erwachsene. Für Kranke oder Personen mit besonderen Ernährungserfordernissen muss die Lebensmittelauswahl entsprechend angepasst werden.

Die Lebensmittel, die im Kreis abgebildet sind, stehen repräsentativ für die ganze Vielfalt von Lebensmitteln dieser Gruppe. Das bedeutet z. B. für das Gemüse- oder Obstsegment, dass auch andere Obst- und Gemüsearten verzehrt werden können. Von A wie Artischocke oder Ananas bis Z wie Zucchini oder Zitrone ist alles möglich.

Die Zubereitung der Lebensmittel gibt der Ernährungskreis nicht vor. Es sollte aber auf eine fettarme und schonende Garmethode geachtet werden. Speziell bei Gemüse wird empfohlen, auch einen Anteil roh zu essen. Insgesamt gilt: nährstoffreichen und energiearmen Lebensmitteln den Vorzug geben, abwechslungsreich auswählen und mit Lebensmitteln aus anderen Segmenten kombinieren.

Die Segmentgröße basiert auf Berechnungen von Musterspeisenplänen für Erwachsene unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Gewichts. Die Lebensmittel der für eine Woche erstellten Speisenpläne wurden anschließend in sieben Standardgruppen zusammengefasst und der prozentuale Gewichtsanteil jeder Gruppe am Gesamtgewicht ermittelt. Die Kreissegmente zeigen, in welchen Mengenverhältnissen die einzelnen Lebensmittelgruppen in einer vollwertigen Ernährung stehen sollen.

Wer den Speisenplan nach den Empfehlungen des DGE-Ernährungskreises gestaltet, stellt eine ausreichende Zufuhr der Nährstoffe sicher und verhindert außerdem eine hohe Zufuhr einzelner unerwünschter Nährstoffe. Dies fördert die Gesundheit und leistet einen Beitrag zur Vorbeugung ernährungsmitbedingter Krankheiten.

Wasser ist lebensnotwendig und ohne Wasser kann der Mensch nur wenige Tage leben. Die empfehlenswerte Getränkemenge wiegt nahezu gleich viel wie alle anderen Lebensmittel zusammen. Dies zeigt, wie wichtig Getränke sind. Aus diesem Grund wurden die Getränke ins Zentrum des Kreises gestellt. Dabei wird in Kauf genommen, dass die dargestellte Menge der Getränke kleiner ist, als es laut Berechnung sein müsste.

Die Segmente des Ernährungskreises zeigen nur Mengenverhältnisse. Aus der Segmentgröße können daher keine konkreten Verzehrmengen abgeleitet werden.
Zur Orientierung gibt es Mengenvorschläge für Lebensmittel in den einzelnen Segmenten. 

Obst- und Gemüsesäfte sind im Segment Obst bzw. Gemüse einzuordnen. Sie zählen nicht zu den Getränken, denn zu diesem Segment zählen in erster Linie energiearme Getränke.

Da Obst- und Gemüsesäfte nicht energiearm sind und die wertgebenden Inhaltsstoffe von Obst bzw. Gemüse mitbringen, gehören sie in das Obst- bzw. Gemüsesegment. Im Rahmen der „5 am Tag“-Kampagne ist vorgesehen, dass eine Portion Obst bzw. Gemüse als Saft aufgenommen werden kann. Bei der Berechnung der Flüssigkeitszufuhr durch Getränke zählen Obst- und Gemüsesäfte mit.

Nüsse gehören auch zu einer vollwertigen Ernährung. Sie sind Lieferanten für ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Folat, Niacin und andere B-Vitamine. Auch Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sind in Nüssen reichlich enthalten. Botanisch zählen Nüsse zum Obst und sind deshalb im Obstsegment einzuordnen. Nüsse enthalten mehr Energie als Obst, deshalb sollten sie den Speisenplan nur in Maßen ergänzen. Es sollten nicht mehr als 25 g am Tag sein.

Die Einordnung der Hülsenfrüchte erfolgt nach ihrer botanischen Zugehörigkeit, d. h. sie werden in das Gemüsesegment eingeordnet. Dies gilt sowohl für die frisch angebotenen Varianten, wie z. B. grüne oder gelbe Bohnen und Erbsen, als auch für die in getrockneter Form angebotenen Hülsenfrüchte, wie z. B. Erbsen, Linsen, Bohnen.